Die Anfänge des Tarot

 

Das erste Mal urkundlich erwähnt wurden Tarotkarten in Europa um 1367 im schweizerischen Bern. Von da aus fanden die Tarotkarten ihren Weg durch ganz Europa. Der Umgang mit sämtlichen Spielkarten, so auch Tarotkarten und anderen Wahrsagekarten, war strengstens verboten. Vertreter des einfachen Volkes spielten beim Verstoß dieses Verbotes mit ihrem Leben, für Vertreter der gehobenen Klassen und des Adels war der Umgang mit Tarotkarten und sonstigen Spielkarten ein köstlicher Freizeitspaß.

Über das Aussehen der ersten Tarotkarten gibt es leider keine Aufzeichnungen, genauso wenig wie über die Anzahl der Karten und die Arten der Legungen. Johannes von Rheinfelden aus Freiburg im Breisgau benannte in seinen Beschreibungen von 1377 ein Kartenspiel als 4 x 13 Blatt. In diesem Tarot ähnlichen Spiel gab Hofkarten in folgender Aufteilung --> Könige, Ober und Unter( Marschälle), sowie auch schon Königinnen und Damen.

Was ungefähr den Hofkarten beim Tarot entspricht. Weiterhin wird angenommen, dass das Ur- Tarotkartenspiel aus der islamischen Welt stammt. Es soll im 14.Jahrhundert, bestehend aus 52 Spielkarten, den Weg aus dem Orient nach Europa gefunden haben. Dieser Satz Spielkarten bestand aus 52 Karten, unterteilt in unterschiedliche Farben, eine Anzahl, die ungefähr der kleinen Arkana entspricht. Die Herkunft der 22 Tarotkarten der großen Arkana bleibt nach wie vor ungeklärt.

In verschiedenen Tarot Büchern, sowie auch im Internet kursieren die abenteuerlichsten Geschichten, welche aber jeglicher Beweise entbehren. Für die Behauptung, dass dem Tarot hebräisches und kabbalistisches Gedankengut zugrunde läge, gibt es ebenfalls keine Beweise oder Parallelen. Ebenso wenig wie für die angebliche Herkunft des Tarots aus dem ägyptischen Raum. Im Jahre 1505 existieren bereits viele unterschiedliche Ausführungen des Tarots in Europa.

Es hieß zu dieser Zeit allerdings nicht Tarot, sondern Triumphi, Trionfi oder im Lateinischen Triumphorum. Das älteste bekannte Tarotkartendeck entstand zwischen 1418 und 1425. Dieser Tarot war ein Meisterwerk und kostete für damalige Verhältnisse unglaubliche 1500 Dukaten. Ein gewisser Filippo Maria Visconti erwarb um 1449 diesen kostbaren Tarot und beschrieb ihn später in einer seiner Aufzeichnungen voller Begeisterung. Über den Verbleib dieser Tarotkarten, die heute von unschätzbarem Wert wären, ist leider bis zum heutigen Tage nichts bekannt.

 

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